plan tx 20

  • Hallo Maximilian,


    hat das Original so`n Fachwerk an Bord?


    Erinnert mich ein bisschen an das Klettergerüst, das ich in unserem Garten errichtet habe.


    Tolle Arbeit!


    Ich bewundere Deinen Ehrgeiz, das alles mit FS zu konstruieren.
    Wäre aber dafür nicht ein Standard-CAD-Programm von der Stange geeigneter?
    In FS/DS hat man ja nicht mal Tools, um, ohne eigene Arithmetik parallel im Kopf oder auf einem Blatt Papier anstellen zu müssen,
    Strecken zu vermessen.
    Das über die Gitterpunktkoordinaten mit den genannten Verrenkungen tun zu müssen, erscheint mir sehr mühselig.


    Gruß
    Ralph

  • Das ist wirklich ziemlicher Aufwand, der recht dekorativ ist, aber so schrecklich nicht viel nützt.
    Ich habe auch mal eine Zeitlang ganze Takelagen gezeichnet mit FS, das ist mir dann aber zu aufwändig geworden, und die Kunst liegt im weglassen....

  • Bei einem anderen Schiff dieser Gesellschaft haben sie dieses Gerüst sogar mit einer Standfläche für die Touries ausgestattet und hinten einen geschlossenen Bereich dazugemacht, die TX 20 hat da nur das nackte Gerüst mit dem unten angeschlagenen Baum als Kran (wie heisst der eigentlich?) und das Zelt vor dem Fahrstand.


    TX 10


    Ja, Aufbauten würden wohl mit einem anderen CAD Programm deutlich schneller und einfacher zu machen sein. Solid Edge hatte ich mal als Studentenversion da, bin aber mit dem Tutorial damals nicht klargekommen, weil das schon bei den ersten Schritten nicht funktioniert hat. Aufbauten und Details in Freeship zu machen hat ein bisschen etwas von der Herausforderung wie Figuren aus Holz schnitzen...
    In wirklichkeit hängt es bei mir ja auch nicht an der Arbeitsgeschwindigkeit, sondern eher an tagelangen Phasen der Motivationslosigkeit. Und mit Druck geht gar nichts mehr was irgenwie ein Mitdenken erfordert, das ist auch keine Lösung. Wenn ich mal zum Zeichnen komme bin ich sehr konzentriert und dann geht das auch mit Freeship ganz schön flott.


    Die Details brauche ich eigentlich auch nur soweit, bis die Zusammenhänge und Proportionen klar sind. Für die Gittermastteile z.B. musste ich die Fotos bei jeder einzelnen Strebe einige Male durchsehen, bis klar war, was wo hin gehört. Da ist die Zeichenzeit auch schon fast egal. Die Fenster sind zwar ein großer Aufwand, dafür sind die Abwicklungen dann eine recht gute Basis für den Plan und ich freue mich über die schönen 3-D Modelle. Ich habe eine Zeitlang sogar die Relings, Winden, Poller und Positionslampen dazugezeichnet. Das mache ich heute auch nur mehr in Ausnahmefällen. Schon allein deshalb, weil das Programm mit zuvielen Körpern ganz einfach in die Knie geht (wobei der Härtetest mit meinem neuen Rechner noch aussteht *pfeiff*)


    Wo ich tatsächlich ein anderes CAD System bräuchte ist bei den Spantgerüsten. Die entwerfe ich derzeit in 2-D rein aus dem Kopf heraus. Der Vorteil ist natürlich, dass mir dabei auch recht interessante Spezialideen kommen, aber häufig ist es einfach nur Langweilig und viel Aufwand. Jedenfalls danke ich euch für eure fundierten Gedanken zum Thema! Die Idee etwas Neues dazuzulernen ist jetzt mal wieder da...


    viele Grüße,


    Maximilian

  • Spanten Kannst Du auch mit FS zeichnen, es geht im CAD allerdings komfortabler, wenn man mal den Zugang gefiunden hat.
    Es scheint so, dass es CAD Profis, und FS Profis gibt, aber das Zusammengehen scheint gelegentlich schwierig. Mit AutoCAD tue ich mich im Moment noch schwer.

  • Quote

    Original von AxelF
    Spanten Kannst Du auch mit FS zeichnen, es geht im CAD allerdings komfortabler, wenn man mal den Zugang gefiunden hat.


    Das ist vermutlich Ansichtssache.


    Aus meiner Sicht gelangt man kaum so schnell zu einem Linien- und Spantenriss wie mit DS bzw. FS.


    Ich kenne noch das manuelle Ausstraken eines Linierisses und bin,
    trotz der Liebe zum Handwerk und der Aura von Tuschezeichnungen, froh, dass dies heute nicht mehr nötig ist.
    Man führe sich nur einmal vor Augen, dass es heutzutage im Vorentwurf von Schiffen dank Rechentechnik und in Software gegossener Algorithmen Standard ist,
    hunderte von Entwürfen in CFD-Analysen durchrechnen zu lassen, ehe das erste physische Modell für Tanktests wirklich gebaut wird.


    Das Ausarbeiten der Bauspanten sowie der gesamten Kiel-Spant-Stringer-Decks-Konstruktion sollte dann aber m.E. besser mit einem CAD-Programm erfolgen, wobei hier 2D völlig genügen sollte.


    Leider hapert es da bei mir. Zum einen, weil keine CAD Software vorhanden
    (sie sollte für Privatnutzung nichts kosten und idealerweise OpenSource sein,
    was aber unter der Voraussetzung eines problem- und fehlerlosen Im- und Exports der marktgängigen Dateiformate die Wahrscheinlichkeit hier fündig zu werden, doch arg reduziert.
    Draftsight behauptet zwar z.B. DXF Importe zu beherrschen.
    Meine diesbzgln. Versuche damit waren allerdings recht enttäuschend, was aber auch an meinem Unvermögen gelegen haben mag.
    Mit QCAD habe ich da schon sehr viel bessere Erfahrungen machen können.
    Mein grösstes Handicap ist allerdings die fehlende Fähigkeit der effizienten Handhabung der CAD Software.
    Und leider auch die fehlende Zeit, diese durch Praxis zu erwerben.

  • Nichts anders habe ich geschrieben, bzw. gemeint.
    Linienriss/Spantenriss geht sehr schnell, wie gut, liegt in der Rountine.
    Wenn ich eine Rumpf zeichne, der Scale sein, und auch funktionieren sol, steckt da schon die berühmte Stunde mehr drin.
    Ich zeichne mit FS routinemässig alles Bauteile, fertig verzahnt.
    Allerdings, und das wollte ich mit meiner Äusserung asudr+ücken, lassen sich die Bauteile wie Spanten mit den entsprechenden ausschnitten und Versätzen besser und einfacher zeichnen, wenn man den Zugang hat. Und daran arbeite ich noch.
    Dxf Exporte hauen je nach Programm mehr oder weniger gut hin, je nach Programm und je nach Version. Meistens hapert es am Maßstab, sodass man die ganze Kiste skalieren muss, was aber nicht weiter wild ist. Bei FS ist es, im Gegensatz zu den CAD´s nicht möglich, Punkte einzufügen oder Querflächen, ohne Knicke zu erzeugen, sodass das ganze Bauteil, wenn gekrümmt, nachgearbeitet werden muss.
    Ob da immer die kostenlossen programme so super sind kann ich nicht sagen, mein Kollege Joachim Wetzel ist ja Profi-Konstrukteur und arbeit nicht mit Freeware, weils damit für seine Ansprüche nicht funktioniert. Und es mach auch lt. seiner aussage wenig sinn, etliche unterschiedliche Programme im Datenaustausch zu verwenden. Wir haben halt den autoCAD Standard und das funktioniert dann eben.


    Zweifellos: FS ist eine tolle software, mit der ich rasend schnell, bei entsprechnder Übung Rümpfe zeichnen kann, und das macht Höllenspass. Aber es geht halt manches nur mit ziemlichen Krücken. Es ist ein Kalkulationsprogramm. Ein Kollege von mir hat damit eine 10m Rennyacht gezeichnet und erfolgreich gebaut. Niemand, der Zweifel an dieser Software hätte, würde gut 150 000€ für einen (Selbst-) Neubau ausgeben, wenn´s nicht funktioniert.

  • Der Threst ist sehr vom Thema abgedriftet, finde ich aber gut. In dem Foto oben vom Rumpf sieht es so aus als hätte der eine Wandstärke. Bin ich einfach blind oder kann mit jemand sagen wie das gemacht wurde?
    Offensichtlich haben wir tatsächlich einige, die mit DS gute Rümpfe hinbekommen (eben in verschiedener Zeit). Ich würde gerne darüber hinaus ein ganzes Modell desingnen - aber das wird mit DS nix. Die vielen Körper packt der Rechner nie und zumindest mein Fräser behauptet immer, dass DS ihm zu viele Flächen erzeugt, mit der die Fräse nicht auskommt.
    Ich habe AutoCAD als Student Software, bin aber einfach zu dumm eine DS Datei in das Autocad zu bringen. Ich habe noch nicht wirklich Erfahrung mit Autocad, aber mit DS komme ich ganz gut klar.
    Nur wie schon gesagt, macht sich das Zeichen von kleinteilen, ineinandersteckbaren Spanten oder gar von einbauten etwas kompliziert mit DS.



    Vielleicht kann ja wer helfen.


    Max

  • Ja, das ist eine Wandstärke, die Bordwand ist bis hinunter zum Deck doppelt. Damit kann ich innen eine andere Farbe haben als draussen. Das geht mit auswählen aller Linien der Oberkante, dann den Befehl "extrude edge" und ein kleines Stück nach innen. Dann noch unnötige Verbindungslinien löschen (Bug und Heck üblicherweise) und schon hat man mal die Flachstelle oben.
    Das Gleiche nochmal nach unten, jeden Punkt anpassen bis auf Decksniveau, dann nochmal nach innen bis zur Mittellinie.


    viele Grüße,


    Maximilian

  • Also er hat den Plan jetzt - er hat auch versprochen Bilder vom Bau zu senden. Das würde mich sehr freuen! Ich konnte auch die Konturen der Plankenflächen ausgeben, weil es praktisch nur aus abwickelbaren Flächen besteht:

  • Quote

    Original von AxelF
    Ob da immer die kostenlossen programme so super sind kann ich nicht sagen, mein Kollege Joachim Wetzel ist ja Profi-Konstrukteur und arbeit nicht mit Freeware, weils damit für seine Ansprüche nicht funktioniert. Und es mach auch lt. seiner aussage wenig sinn, etliche unterschiedliche Programme im Datenaustausch zu verwenden. Wir haben halt den autoCAD Standard und das funktioniert dann eben.


    Das ist eine ganz andere Liga mit anderen Voraussetzungen und Ansprüchen.
    Wenn ich gelernter CAD-Konstrukteur wäre, würde ich mich wahrscheinlich auch nicht mit Programmen wie FS/DS, DraftSight, QCAD und allem, was es sonst noch in dem Bereich geben mag, abgeben.
    Zumal diese User sowieso meist Zugang zu professionellen CAD-Systemen haben
    (d.h. geeignete und leistungsfähige HW (füher z.B. sündhaft teure sog. CAD Workstations z.B. von sgi plus der meist proprietären SW).
    Hinzu kommt, dass diese User durch jahrelange tägliche Praxis auf ihrem jeweiligen System versiert und routiniert sind,
    so dass der meist evtl. geringe Nutzen, der sich aus der Benutzung von OSS oder Free Version SW für diese User ergäbe, oft die Beschäftigung damit nicht rechtfertigt.


    Bei mir hingegen sehen die Ausgangsbedingungen völlig anders aus.
    Ich beschäftige mich als reines Freizeitvergnügen damit ohne irgendwelche professionellen Ambitionen oder kommerzielle Verwertung der dabei entstandenen Produkte.
    Mir steht nur hoffnungslos veraltete und wenig leistungsfähige HW zur Verfügung.
    Mir fehlen jegliche finanziellen Mittel zur Anschaffung geeigneterer HW und SW.
    Ausgaben, die ca. 50 € übersteigen, sind mir nicht möglich.


    Quote


    Niemand, der Zweifel an dieser Software hätte, würde gut 150 000€ für einen (Selbst-) Neubau ausgeben, wenn´s nicht funktioniert.


    Sicher muss es in unserer Gesellschaft auch die "Leistungsträger" geben, die sich solche Ausgaben für eine Yacht leisten können,
    wovon ja ganze Branchen leben.
    Etwas mehr als diesen Betrag werde ich,
    dafür dass ich mir in einem Anfall von Wahnsinn neben meinem irren Eheweib eine Immobilie ans Bein gebunden habe (wobei Wahnsinnstat 2 Wahnsinnstat 1 bedingte),
    bis an mein Lebensende abzutragen haben, wofür meine Restlebenszeit höchst wahrscheinlich nicht ausreichen wird.

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