Restaurierung Adolph Bermpohl

  • Hier noch mal zwei Darstellungen zur Verdeutlichung.

    Abgasrost01.JPG


    Die rote Linie, in den Graupner-Plan eingezeichnet, ist 5mm lang und zeigt,wie weit auf diesem Plan der Rost in die gewölbte Seite des Schornsteins hineinragt. Wenn man diese 5mm nun auf die Draufsicht überträgt, sieht das ungefähr so aus:

    Abgasrost02.JPG


    Die grüne Linie markiert den angenommenen Schnittpunkt des Rostdurchmessers mit der Mittlenlinie der hinteren Schornsteinschräge. Davon ausgehend liegt die rote Linie nun die zuvor ermittelten 5mm nach "innen". Die Länge des sich ergebende roten Kreisabschnitt-Bogens = Rostdurchmesser = hier 19,8mm, gerundet 20mm, also etwas zu klein.

    In dem oberen Bld sieht man, dass der Rostumfang noch reichlich Luft zum Rand der schwarzen Fläche hat, die den Rost ja umgibt. Die Tiefe von 5mm kann man also getrost auf 6 mm vergrößern. Damit ergibt sich der blaue Kreisabschnitt-Bogen und anhand der Kreissegment-Berechnung ein Rostdurchmesser von 23 mm.

    Evtl. geht da auch noch etwas mehr, zum besseren Verständnis hier die Keissegment Formel.

  • Zunächst mal Danke für deine Erläuterung.

    Das Druckteil habe ich zum Versuch gemacht.

    Werde versuchen das aus Kupfer oder Messing herzustellen. Bin bei 25 mm als für mich stimmig angekommen.

  • Moin zusammen,

    nach dem doch recht fummeligne Bau der Konsole für den oberen Fahrstand und der darauf folgenden "Erholungspause", während der ich die Adventskalender-Titanic gebaut habe, geht es nun endlich weiter wieder weiter mti der AB, d.h. dem Deckshaus.


    Die Erhöhung auf dem Oberdeck wurde eingepasst und montiert...

    272 Bermpohl.jpg

    ...und dann die Rückwand des oberen Steuerstandes erstellt. Dabei handelt es sich keineswegs um eine gerade, glatte Platte mit den Ausschnitten für die beiden Fenster und die Tür, sondern bei genauem Analyseieren der entspr. Fotos wird auch an dieser Stelle deutlich, dass man die "Haube" einfach auf die ursprünglichen Wandungen des ehemals offenen Fahrstandes aufgeseztzt und sich also keineswegs die Mühe (= Aufwand) gemacht hat, die Rückwand des Fahrstandes komplett neu einzubauen.

    Das sieht dann erst mal so aus, es fehlen noch diverse Aussteifungen. Ich habe dann auch erst noch die Fensterrahmen und -gläser gefertigt, ebenso noch die "Gläser" für die unteren Fenster im Aufbau. Auch ist die Rückwand noch nicht montiert,

    273 Bermpohl.jpg


    jetzt waren erst mal die Fächer für die Positionslampen dran und die Verrundung des Decks vor dem "Turm".

    274 Bermpohl.jpgDa ist noch ein klein wenig Spachtel- und Schleifarbeit erforderlich. Weiter geht es dann mit dem diversen Kleinkram am unteren Bereich des Deckshauses.

  • Klein-klein geht's voran. Der umlaufende Wulst am Deckhaus wrude mit PS-Profil dargestellt. Bin mir nicht ganz sicher, ob der nicht als Rinne ausgeprägt war, da ich das aber nirgends belegt fand, habe ich ihn aus Rechteckprofi 2,5 x 1,5mm gefertigt - optisch passt das so.
    Dann kamen die Hutzen dran, die beiderseits des Schanzkleids oberhalb des Wulstes sitzen (s. nachf. Fotos, sind bei der Graupner-Version nicht vorhanden)

    77vbvuws.jpg


    ivmloalp.jpg


    Habe die Teile zuerst gezeichnet, dann annähernd passendes Rundmaterial auf den richtigen Durchmesser überdreht,

    275 Restaurierung Bermpohl.jpg


    abgelängt, verrundet, halbiert und auf eine dünne PS-Platte geklebt, die den umlaufend angenieteten Rand darstellt.

    276 Restaurierung Bermpohl.jpg


    Die Niete bestehen wieder aus selbstklebender outdoor-Folie, geplottet mit 0,6mm Durchmesser und sind mit einem Hauch Sekundenkleber fixiert.

    278 Restaurierung Bermpohl.jpg


    Die beiden Aussteifungen vorne am "Turm" wurden aus 0,5mm PS mit Schutzkante aus 1,4mm Kupferdraht gefertig.

    279 Restaurierung Bermpohl.jpg


    Dann gibt's da noch drei Deckslampen, je eine Bb und Stb und eine an der Front des Deckhauses.

    zyx8miy8.jpg


    Dafür erschienen 3mm-LED passend. Schutzkörbe aus Silberdraht gelötet,

    284 Restaurierung Bermpohl.jpg


    Fassungen aus Plexi gedreht

    283 Restaurierung Bermpohl.jpg


    dann die Befestigungslaschen aus dünnem MS-Blech gelötet und alles montiert.

    285 Restaurierung Bermpohl.jpg


    Am Deckshaus befestigt werden die erst, nachdem die weiteren, größeren Arbeiten am Aufbau abgechlossen sind, um sie dabei nicht zu beschädigen - und die Schutzkörbe sind hier auch nur für's Foto aufgesteckt, werden erst nach dem Lackieren montiert.

    Für die beiden Namenschilder und das Hansekreuz-Emblem sind die Verktordateien auch schon geklöppelt, aber diese Dinge kommen ganz zum Schluss.

  • Das sieht alles echt klasse aus!


    Der "Wulst" ist, wie du schon richtig vermutet hattest, ein Profil. Es handelt sich hier nämlich um eine Regenrinne. Die "Hutzen" sind die sichtbaren Hälften der Fallrohre vom Peildeck zur Regenrinne. Oben auf dem Peildeck sind entsprechend Ablauflöcher im Winkel Deck/Schanz zu finden.

  • Moin Oliver,

    verflixt , ich hab sowas befürchtet. Aber est mal herzlichen Dank für die Info, bin ja dankbar für jeden belegbaren Fakt, der die AB betrifft. Und hätte ich noch genauer auf meine Fotos geschaut, hätte ich es ja auch selbst sehen können, s.u.

    mi11ah5s.jpg


    Mal sehen, ob ich da noch was machen kann.

  • Moin Martin,

    hmmm, berechtige Frage. Wie auch auf Deinem Foto von der GB ekennt man auf den beiden AB-Fotos in #464 , dass die Rinne im hinteren Bereich leicht nach unten geneigt veläuft. Vlt. ist am hinteren Ende im Rinnenboden ein Loch, durch das Wasser ablaufen kann. Der Pflegestandard der DGzRS-Fahrzeuge war und ist ja wohl recht hoch, aber würde das nicht doch recht schnell zu einer Wasserspur auf der Deckshauwandung führen ? Davon ist nix zu sehen.


    HamburgerJung, Oliver, kanst Du evtl. dazu noch was sagen ?

  • Moin zusammen!


    Ich könnte mir eventuell vorstellen dass sich am Ende der Regenrinne ein Ablauf in der Aufbauwand befindet von wo ein senkrechtes Fallrohr und eine weitere Verrohrung das Wasser zu einem Auslass unter der Deckskante führt. Dabei stellt sich allerdings die Frage ob die Anschlussstelle innerhalb der recht schmalen Aufbauwange von innen für Reparatur arbeiten zugängig ist. Andererseits sind die „Jungs“ auf den Werften auch schnell mit ner Flex bei der Hand und schneiden bei Reparaturen mal schnell ein Fensterchen rein.


    LG! Stefan

  • HamburgerJung, Oliver, kanst Du evtl. dazu noch was sagen ?

    Wie das jetzt auf der AB genau gelöst ist, kann ich nicht sagen, dazu müsste man mal die Weftzeichnungen sehen...

    Es könnte so sein, wie Stefan es schreibt, das wäre ungefähr auch die Art, wie wir es im Studium gelernt haben. Dennoch bleibt es (fast) Individuell, wie es der Konstrukteur am Ende gelöst hat.


    Ich habe auch schon einfache Löcher im Aufbau gesehen, wo das Wasser dann an der Innenseite einfach 'runter läuft...Da, wo es eh keiner sieht.

  • Streiche Rechteckprofil, setze Rinne...hammers mal wieder gerettet :pf:

    286 Restaurierung Bermpohl.jpg

  • Als nächste Deckshaus-Baugruppe habe ich mich mit dem Schott befasst. Erst mal Fotoanalyse und danach Zeichnungen erstellt.

    287 Restaurierung Bermpohl.jpg


    288 Restaurierung Bermpohl.jpg


    Intension: Die Verriegelung soll funktionsfähig werden um das Schott sowohl geschlossen als auch geöffnet darzustellen.


    Begonnen wurde mit Bullauge, den Scharnieren und den äußeren Griffe für die Verriegelung...

    290 Restaurierung Bermpohl.jpg


    ...die Aretierungsbügel für die Griffe und der normale Klinkengriff...

    292 Restaurierung Bermpohl.jpg


    ...die inneren Riegel, Klinkengriff mit Schloßkasten, Bullaugenramen innen mit Beschlägen und die umlaufende Nietreihe...

    294 Restaurierung Bermpohl.jpg


    ...abschließend noch die Aretierung zum Fixieren des Schotts in einer Öse an der Stb-Innenwand des Deckshauses.

    295 Restaurierung Bermpohl.jpg

    Und so sieht es an seinem angestammten Platz von außen aus - verriegelt...

    297 Restaurierung Bermpohl.jpg


    ...von innen...

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    ...und noch zwei Ansichten offen.

    300 Restaurierung Bermpohl.jpg

    299 Restaurierung Bermpohl.jpg


    Eigentlich wil ich der AB ja keine Inneneinrichtung spendieren, schon gar keinen unteren Fahrstand. Aber vlt. baue ich hinter dem Schott doch ein wenig was ein (ein paar Fotos hab ich dazu), damit man bei offenem Schott nicht gänzlich in's Leere schaut.

  • Eigentlich wilich der AB ja keine Inneneinrichtung spendieren, schon gar keinen unteren Fahrstand.

    Moin Hermann,

    wieder einmal eine hervorragende Detaillierung diesmal an einem Schott. :clap:   :2:

    Wie gut würde da erst ein Fahrstand von dir werden ? :nick: :bitte:

  • Noch etwas.., öffnest du auch im Oberdeck den Deckel zum Austausch der Motoren…?

    Dann wäre die Ansicht in das innere offen.

    Leider ist da in dem Bereich der Breusing nur die Theke mit Kasse, da habe ich leider keine Bilder

  • Hallo Hermann,


    wie zu erwarten, mal wieder eine erstklassige Arbeit! :resp:


    Ich würde mich aus Gewichtsgründen gegen eine vollständige Inneneinrichtung entscheiden. Andererseits wäre es vielleicht denkbar, diese als nach unten herausnehmbaren Einsatz zu konstruieren, sodass man sie für den Fahrbetrieb herausnehmen kann. Nur so als Idee ;) .


    Gruß

    Jörg

  • Erst mal danke an die Mitleser für die lobenden Worte und die Herzchen.


    Moin Käptn Graubeer Jörg, also eine unteren Fahrstand werde ich definitiv nicht bauen. Der obere ist mir Erfüllung genug und nachdem der fertig war, mußte ich erst mal in Reha - zum therapeutischen Basteln - die Revell Adventskalender Titanic bauen. Nein, ernsthaft, ich habe keine entspr. Fotos, man sieht nix davon (ist beim oberen ja schon alles arg zugebaut, werde wahrscheinlich zwecks besseren Einblicks das Dach der "Haube" abnehmbar machen) und - da gebe ich Dir Joerg_B Jörg absolut recht - will ich nicht mehr Gewicht als unbedingt erf. nach oben bringen.

    Die Idee mit der Einschub-Inneneinrichtung gefält mir allerdings, bau ich dann, wenn alle anderen Projekte abgeschlossen sind und mir evtl. mal langweilig wird :bd:

    Verpfuschnix Hallo Martin, die Nieten sind Scheibchen mit 0,6mm Durchmesser (0,8er hab ich auch noch) geplottet aus selbstklebender sog. Outdoor-Folie. Wobei die Selbstklebe-Eigenschaft aufgrund der geringen Fläche mit einem nadelspitzen-Tröpchen Sekundenklebe unterstütztt wird. Aber danke für Deinen Hinweis, jetzt weiß ich auch, was die rechteckige Erhebung im Oberdeck darstellt - man lernt nie aus :id:

  • Och mehme an, das dies hier Hecklicht und oben am Mast das Schlepplicht ist. Stimmt das ?CIMG4096.jpg

    Hecklicht



    CIMG3811.jpg

    Schlepplicht….


    oben am Mast wäre noch für mich unklar,..CIMG3824.jpg

    Weiss für Schleppbetrieb oder Gelb (blau) für Einsatz…

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