Projekt Schnellboot S-100 von Italerie im M.1:35

  • Jetzt habe ich es endlich in Angriff genommen.


    Den Plastikbausatz des S-100 von Italerie im M.1:35. In das Modell soll eine RC Anlage verbaut werden (s. mein Eröffnungsposting).


    Da ich von RC-Modellbau keine Ahnung habe (und davon sogar ziemlich viel :D ) bin ich auf eure Mithilfe angewiesen. Ratschläge werden gerne angenommen!


    Begonnen habe ich mit dem Zusammenbau des Rumpfs. Dem prov. Einbau der Stevenrohre und der Ruderanlage (s. Fotos).


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    Modellbau betreibe ich nur hin und wieder. Zuletzt habe ich die kleine Dampfmaschine von Bengs gebaut und war maßlos erstaunt, dass ich es hinbekommen habe und sie auch ohne Probleme läuft! ^^


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    wird fortgesetzt.... (wenn sich was tut :kaf1: )

  • Hallo Harald,


    ist doch Klasse, :2: ich habe von meiner Weihnachtsfrau eine S-38 geschenkt bekommen. Hat auf meinen Wunsch gehört.
    Persönlich mag ich die Kalotte um die Brücke nicht und finde die ursprüngliche Form schöner.
    Diese beginne ich jetzt ebenfalls.
    Anhand Deiner Fotos sehe ich das Du mit zwei Wellen/Antrieben arbeitest, das habe ich auch so geplant,
    der Lürssen Effekt mit den Staurudern, für den diese Boote bekannt waren, kommt bei Modellbooten , denke ich , nicht zum Tragen.
    werde bei mir kugelgelagerte Peba Wellen einbauen und 2 Stück 550er (10000 Umin) 12 V Brushed Motore. Das sollte für ausreichenden
    Vortrieb sorgen.
    Die Geschütze sollen ebenfalls drehbar werden inklusive Sound, beweglichen Torpedoklappen und Beleuchtung. Habe mir schon das ganze Material besorgt und starte
    jetzt auch.
    Ich werden Deinen Bericht aus der ersten Reihe verfolgen, vielleicht können wir uns ja ergänzen.



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  • Hallo Ralf,


    nein, ich plane mit allen 3 Wellen. Ich möchte dabei so dicht wie möglich am Original bleiben, da das Modell in eine Vitrine (deshalb auch der Lürssen-Effekt zum demonstrieren) soll.
    D.h. wie ich mich kenne, wird es höchstens ein paar mal im Wasser landen und dann eben auf Dauer in die Vitrine verbracht, zum (hoffentlich) bestaunen. Für den Dauer RC -Betrieb ist es mir einfach zu filligran und zu zerbrechlich.


    Für die Stevenrohre habe ich 4 mm Messingrohr (im Schiffsrumpf werde ich das Rohr zwecks Stabilität etwas verstärken) und für die Welle 3 mm Messing-Vollrundmaterial vorgesehen.
    Das ist zwar sehr dünn, passt dafür aber gut in die vom Bausatz vorgesehenen Halterungen und Öffnungen.
    Außerdem kann ich so die Motore oberhalb der Wasserlinie montieren (die fertiggekauften Stevenrohre die ich habe sind dafür deutlich kurz). So kommen sie zwar dabei ziemlich weit nach vorne, aber ich hoffe das geht.


    Meine vorhandenen Motore werde ich nicht verwenden. Sondern etwas kleinere und schwächere dafür aussuchen.


    Die Tarnanstriche die Du oben zeigst, haben schon was für sich. Allerdings tue ich mich mit der Bemalung immer sehr schwer. Das ist genau der Teil im Modellbau, vor dem ich mich immer am meisten fürchte.
    Das am besten gebaute Modell kann man mit einem schlechten Anstrich total versauen.


    Morgen bekomme ich die ausgewählten Servos und einen Akku. So daß ich mal die Funktionen antesten kann bevor ich sie endgültig einbaue.


    An Funktionen (ausser Fahr- und Steuerfunktionen) habe ich wie Du, an das Öffnen der Torpedoklappen, drehen der Geschütze, Beleuchtung, Sound und ggf. Rauchentwickler gedacht.
    Zumindest habe ich in meiner Bastelkiste noch einen Rauchgenerator, ein Beier - Sound -Modul und ein separates Dieselgeräuschmodul gefunden.
    Mal sehen, das wird eine Riesenherausforderung an mich, weil ich da überhaupt keine Ahnung von habe und sowas auch noch nie gebaut habe.


    Detailierung des Kits des S 100 ist auch sehr gut und ebenfalls mit etlichen Ätzteilen versehen. Ich habe mir nur noch AFV Club Seeminen im M.1:35 sowie von Master Model Geschützrohre aus Metall geordert.
    Und natürlich die zugehörige Bootsbesatzung von Italerie. Die ich aber nicht so prickelnd finde. Da gibts bestimmt noch ein paar bessere Resign oder Zinn Figuren.

  • Hallo Harald,


    ist doch toll. :resp: Du baust funktionsfähige Museums Qualität, und bei mir liegt der Fokus auf alltags(See)tauglichkeit.
    Daher werde ich vom Original hier und da abweichen. Ich bin aber schon echt gespannt wie es bei Dir weitergeht.
    viel Spass weiterhin beim bauen und :bild: .

    Danke für die Vorschußlorbeeren! Hoffentlich klappts mit der Museumsqualität und vor allem dem Durchhaltewillen! ^^


    Bilder? Kein Problem! Wie hast Du das oben mit den Seitenrissen gemacht, dass sie direkt im Posting angezeigt werden? Leider bekomme ich immer nur die Links rein, aber kann die Fotos nicht direkt einbinden!
    Wie geht denn das :???:

  • So. Die Ruderanlage ist jetzt komplett eingebaut.


    Das mit dem Lürssen-Effekt war schon eine besondere Nummer. Ich habe jetzt gut zwei Tage gebraucht und bin noch immer nicht richtig zufrieden.


    Zwar klappt es mit der einzelnen Ansteuerung der Ruder (ich habe die Steuerung auf den rechten Steuerknüppel gelegt).


    Das Problem ist jedoch, wenn man den Steuerknüppel jeweils in eine der vier Diagonalen bewegt (was ja eigentlich keinen Sinn macht, aber es geht halt) werden beide Servos bis zu ihrem maximalen Anschlag bewegt.
    Dafür sind dann aber bei dieser Konstruktion, die Servogestänge zu lang und biegen sich bedenklich durch bzw. geht das Ganze voll auf die Stabiltät und ist sicher auch für die Servos auf Dauer nicht gut.


    Ebenfalls ist ein Ruderausschlag der beiden Aussenruder nicht nur nach außen (Foto) sondern auch nach innen möglich ( Foto), was wohl nicht dem realen Vorbild entsprechen dürfte.


    Für beide Probleme habe ich noch keine Lösung gefunden bzw. ist mir trotz angestrengtem Nachdenken nichts brauchbares eingefallen.
    Leider hatte ich zur Herstellung der Gestänge nur Schweißdraht zur Verfügung und auch keine Gestängeanschlüsse. Was die Herstellung des Gestänges mit jeder Menge Kürz- und Biegearbeit, verbunden mit einer Menge von Ausschuss zum Ergebnis hatte und im fertigen Ergebnis auch geringfügiges Spiel in der Einstellung hat (ebenfalls etwas unbefriedigend, dürfte im Fahrbetrieb aber keine Rolle spielen).


    Dummerweise habe ich dann auch noch während des Baues die kleine Halteschraube des Steuerhebels des kleineren Servos verloren. Da das Ding ein zölliges Gewinde hat (müßte irgendwo zw. M2 und M3 liegen), habe ich leider auch keinen passenden Ersatz.
    Kann man sowas als Ersatzteil bekommen?


    So und nun die zugehörigen Fotos
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    Komplette Ruderanlage auf Buchenholz- und Messingprofile. Teilweise verklebt, geschraubt und verlötet.


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    rechter Rudereinschlag


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    Lürssen Effekt. Beim linken Ruder ist mir leider beim Einbringen der Ruderwelle das Ruder ausgebrochen. Hier wie auch bei anderen Klebearbeiten von zwei unterschiedlichen Metrialien verwende ich immer den 2K Kleber von Pattex. Der härtet sehr schnell, klebt ausserordentlich gut und läßt sich schön verschleifen.


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    Und hier der negative Einschlag der Ruder, den ich gerne Steuerungstechnisch vermeiden würde (nur weiß ich eben nicht wie).


    Als nächstes kommt jetzt der Einbau der Motore. Ich habe mir jetzt 3 x den Race 400 7,2 V mit max 16 500 U/min besorgt. Die sind deutlich kleiner und leichter als meine 3 Thrust eco 18.
    Ich hoffe die sind auch ausreichend von der Leistung. Was meint Ihr?


    wird fortgesetzt... (wenn sich was tut :kaf1: )

  • Hallo Harald,


    sieht doch gut aus.
    Bei mir habe ich die Stauruder auf eine Schieberegler gelegt, ist besser als der Kreuzknüppel. Das mit den negativen Ruderausschlag der Stauruder ist auch bei mir, stört aber nicht, da ich den Schieberegler halt nur nach vorne bewege.
    Zum einstellen der Gestänge, besorge dir mal einen Gestängeanschluß ( https://www.ebay.de/itm/10x-Ge…33fcb0:g:dPoAAOSwC21diyB0 ) kannst dann die Gestänge genau einstellen und das Spiel am Gestänge ist verschwunden.


    Gruß Udo

  • Hallo Harald,


    um solche Anlenkungen anzupassen, benutze ich die Stellring Methode mit Federstahldraht.
    Damit ist Man(n) ziemlich flexibel, ist zwar low Tec , funktioniert aber .



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    Das Z Profil verhindert das herausrutschen aus den Steuerhörnern, der Stellring hat eine Madenschraube.



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    beide Drähte werden durch den Stellring gesteckt und mit der Madenschraube gesichert,
    ob das nun mittig oder am Ende passiert ist völlig unerheblich, so kann man auch noch Ruderanlenkungen
    anfertigen wenn das Deck geschlossen ist und man nur eine Wartungsöffnung hat.
    Oder auch nachjustieren bzw. Bauteile tauschen.


    Hoffe das hilft als Idee so weiter.

  • Moin Ihr fleißigen S Boot Bauer, schön weitere Freunde dieses Torpedoträgers zu haben. Ich habe das S100 und S19 (scratch) jeweils in 1:35 gebaut. Ich bin gerade dabei das S38 zu bauen. Der Link oben zu Shapeways, führt euch zu Meinem Shop auf Shapeways. https://www.shapeways.com/prod…d=65105541&li=marketplace


    Leider hat Spaeways die Preise so stark angezogen, dass sich lediglich die Teile im Maßstab 1:72 lohnen. ich habe nun aber die Möglichkeitdie Teile im eignen Resindrucker herzustellen was uns von den Shapeways Preisen wegbringt, ich habe noch nicht alle Dinge gedruckt, kennen also noch nicht für alles den Materialpreis. für das S38 habe ich das Steuehaus und die Kalotte designed, die eben etwas anders aussieht als die S100 Kalotte. Die Landing page meines shops:
    https://www.shapeways.com/shops/iron-models
    Schaut Euch ruhig im Shop um, dort habe ich meinen Modelle nach Typübergreiefend für S100 und S38 unterteilt. Empfehlen kann ich die Nebelbojen, Nebelkannen, die Torpedozielsäule und die Zündpistolen für die Torpedos, das erweitere Flakschild für die 3,7 Flak mit Raketenwerfer. Maßgebliche Vränderungne wäre der Umbau auf die langen Minenschienen mit jeweils 3 LMB oder TMB Minen auf Ihrem Trolly. Ich kann am WE mal ein paar Fotos einstellen.


    bis denne


    Christian

  • So, es ging und geht weiter.


    @Udo, @Glenn, @Ralf, tausend Dank für eure Ratschläge bzw. Kritik, die ich nun versucht habe in den weiteren Bau meines Modells aufzunehmen.


    Zunächst habe ich die Servogestänge mit Gestängeanschlüssen versehen (nicht alle, aber die Wesentlichen).
    Dann habe ich mir von Simprop das Dual-Rate & Reverse Modul besorgt und verbaut. Damit stimmen die Ausschläge jetzt so ziemlich mit dem Original überein bzw. können beliebig eingestellt werden (Fotos)


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    Dann habe ich mir Gedanken zur Zugänglichkeit der RC-Anlage im Schiffsbauch gemacht und das Deck entsprechend bearbeitet.


    Dazu habe ich im Rumpf zwei Stege aus Buchenholzprofile und einen Heckabschluß, versehen mit NYM-Magnete, eingebaut.


    Das Deck, das später als möglichst große Einheit komplett abnehmbar sein soll (bequeme Zugänglichkeit) habe ich kurz nach dem Ruderhaus durchtrennt und ebenfalls mit Buchenholzprofile in Form gebracht und verstärkt.


    Exkurs: Leider war dieses Kunststoffteil bei mir total verzogen und ist mir prompt, trotz erwärmen, beim zurechtbiegen durchgebrochen. Dies ist besonders ärgerlich, da das Modell ja nicht gerade billig ist und man für einen solchen Preis durchaus eine sorgfältigere Verpackung erwarten darf. Ein Wort zur Qualität des Bausatzes an sich. Er ist nicht schlecht, aber weit von einer Tamiya Qualität entfernt. So sind doch z.T. große Senkstellen an zahlreichen Kunststoff-Teilen vorhanden, die mühsam verschlossen und verspachtelt werden müssen.



    In die Buchenholzprofile habe ich Schraubenköpfe als Ankerpunkte für die Magnete eingeklebt. Eine erste Anprobe ergab, pefekten Sitz und bombenfeste Halterung.


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    Das Deck kann jetzt also als komplette Einheit, von hinten unter das Ruderhaus eingeschoben werden und klickt sich an den Magneten passgenau fest. Dazu habe ich die Buchenholzleisten nach vorne ca. 2 cm überstehen lassen. Sie schieben sich jetzt quasi als Laschen unter das Deck des Ruderhauses und geben dem von Oben noch eine zusätzliche Verstärkung. Die Trennung des Decks habe ich so gewählt, dass sie bis auf vier Stellen (das ist der Kompromiss zum Original) genau entlang von Kanten von Decksaufbauten verläuft und somit nicht sichtbar sind.


    Ähnliches plane ich jetzt auch für die Bugsektion. Somit sind dann alle Einbauten fast auf ganzer Länge des Modells bei Bedarf frei zugänglich.


    Als Nächstes kommt jetzt der Einbau der Stevenrohre und der Schiffsmotore an die Reihe!

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