Schaufelradschlepper 1:33

  • Hallo zusammen,


    nachdem ich mich nun halbwegs durchs Forum durchgelesen habe, versuche ich meinen ersten Beitrag zu basteln.


    Bin während meinem ersten Bau am Schlepper "Elbehafen" (Bericht folgt) dummerweise an Infos und Pläne von der Strongbow gekommen und war direkt begeistert - weil ich eigentlich schon immer vom Ludwig Fessler träumte (bin zwar Oberschwabe, aber am Chiemsee aufgewachsen).


    Also ran an die Kiste und Spanten gezeichnet, System wie beim ersten Rumpf: Gelaserte Teile zum zusammenstecken. Vorteil: Keine Helling usw, von Anfang an von allen Seiten zugänglich und verdammt stabil aus 5mm Birkensperrholz.

    Den Maßstab hatte ich schnell von 1:50 auf 1:33 vergrößert, ist mir sonst zu fummelig. Und darf ja auch richtig was darstellen.


    Mit etwa 1,20 Meter Länge schon eindrucksvoll.


    So mal sehen wie ich hier mein erstes Foto reinbekomme.

  • Habe den Plan, zwei Antriebe jeweils samt Schaufelrad als Einheit herausnehmbar zu gestalten.

    Die "Flügel" werden ansteckbar ausgeführt.

    Die Schaufelräder werde ich neu entwerfen, als Vorbild nehme ich das Wikipedia-Foto eines Originales, welches vor der Werft in R0ßlau steht.

    Die Modellvarianten in den bekannten Plänen sind mir zu einfach und nicht vorbildmäßig.

    Außerdem möchte ich die Blattmechanik innenseitig haben. Auf dem Flügel soll kein zweites mechanische Lager sein.


    Der Mittelrumpf ist als Kasten konstruiert, damit wird das Ganze recht steif.

  • Habe - ausgehend von einem Schaufelrad wie in den bekannten Plänen - ewig rumgetüftelt und bin nun bei einem neunblättrigen Entwurf angekommen.

    Blattgröße und Durchmesser vergrößert, macht insgesamt ca. 50% mehr Blattfläche 8)


    So sieht da bisher im 2D aus. Ewige Zeit verbraten, um die Mechanik so zu gestalten daß sich nix berührt oder crasht.

    Wenn man kein äußeres Lager will, dann muss die Antriebswelle eben irgendwie durch den Exzenterring durch.

    Schaufelrad 9fach Skizze.jpg


    Mit der Zeichnerei in CorelDraw bin ich bisher mit meiner Laserbastelei immer gut gefahren; hier komme ich an die Grenzen mit der dritten Dimension.

    Außerdem brauche ich langsam ein 3D-Programm um meine 3D-Fräse zum sprechen bzw. zum Bewegen zu bringen.


    Tochter als Architektin hat mir Rhino empfohlen ... eigentlich prima, bis auf den Preis ( <X ).

    Aber nach Tests in turbocad und anderen teils kostenlosen oder günstigen Programmen möchte ich eine Software, die nicht dauernd die Hand aufhält sondern in einem Rutsch zu kaufen ist.

    Und für die CAM-Seite: Estlcam hat mich noch nicht überzeugt; Eding ist bei der Fräse dabei und etwas schwer verdaulich.

    Die Software vom Laser geht für die 3D-Fräse nicht.

    Mal sehen was ich am Ende benutzen werde.

  • Hallo Reiner,


    der Hafenschlepper STRONGBOW ist ein schönes Modell, ihn zu bauen macht Freude. Bessere Pläne als die Originale von Harold A. Underhill gibt es meines Erachtens nicht. Die Pläne sind sehr detailliert, insbesondere für die Schaufelräder sind die Angaben perfekt. Mein Modell habe ich nach Plänen vom Underhill gebaut. Es gab nie Probleme. Vergleichsweise gleichgute Darstellungen von voll funktionsfähigen Schaufelrädern gibt es z. B. vom Rhein-Raddampfer GOETHE und vom Salon-Raddampfer GALLIA, – falls Du noch unentschlossen bist.

  • Hallo Wolf,


    danke für die Tips.

    Werde aber vermutlich meine Eigenkreation umsetzen, da hab ich schon massenweise Zeit und Hirnschmalz reingesteckt.

    Wo gibt es denn die Underhill-Pläne? Ich kenne nur die "üblichen" wie zB vom vth.

  • So, hatte nun mal Lust ein Detail vorab herzustellen: Die Lüfter habe ich schon dauernd im Auge bzw. die Überlegung wie ich die machen könnte.

    Habe also mal weiches Messingblech genommen und in eine ausgedrechselte Form gedengelt.

    Dazu wurde ein Meisselstahl rundgeschliffen, eine Punze und ein alter Rundkopfhammer halfen auch ganz gut.

    Dazwischen immer wieder mal weichglühen und weiterklopfen ;)

    Der Rand wird dann abgeschnitten und die Kante auf dem Bandschleifer geglättet.

    Am Ende auf einem passenden Holzstück draufgedrückt und geschliffen.


    Sieht doch ganz passabel aus?IMG_4795.jpg

    IMG_4796.jpg

    IMG_4797.jpg

    IMG_4799.jpg

    IMG_4800.jpg

    IMG_4803.jpg

  • Hmm eigentlich ne gute Frage. War mr ganz klar daß ich da Messing nehme. Macht mir Spaß. Hab mal Kunstschmied gelernt, vielleicht daher die Neigung bzw. der Schaden :juhu:

    Das Original ist ja auch Metall ... Gründe gäbe es genug.


    Messing ist auch schön stabil, gut zu löten. Und super schweißbar übrigens auch - mit Wasserstoff-Flamme. Siehst du an dem Probestück (Messingring) im Bild mit der Flamme.


    Vermutlich aber auch nur, weil ich meinen 3D-Drucker noch nicht so ganz beherrsche?

    Hab auch schon unschöne Plastik-Teile gesehen.


    Beim Material bin ich insgesamt "oldschool". Sperrholz zB nehme ich immer eher als alle Plastiksorten.

  • Hallo Reiner,

    Wo gibt es denn die Underhill-Pläne?

    Underhill-Pläne kannst Du ggf. aus England beziehen, hier bei uns, nur sehr selten, aus dem Netz zu “Mond“-Preisen.

    Tochter als Architektin hat mir Rhino empfohlen

    Hör auf Deine Tochter und kauf was "Vernünftiges", - was auch immer das sein mag. Es gibt kostenfreie gute Zeichenprogramme, z. B. Fusion 360, Sketchup, Blender und viele mehr. Ich verwende ein professionelles Programm, deshalb meine Frage an Dich: „Bist Du in der Lage dxf-Programme zu importieren?“


    Anliegend zwei Beispiele von meinem STRONGBOW.


    SRTONGBOW # 01.jpg


    SRTONGBOW # 02.jpg

  • So, hatte nun mal Lust ein Detail vorab herzustellen: Die Lüfter habe ich schon dauernd im Auge bzw. die Überlegung wie ich die machen könnte.

    Habe also mal weiches Messingblech genommen und in eine ausgedrechselte Form gedengelt....

    Klasse ! Danke für Deinen Einblick in klassisches Handwerk / klassische Handwerkskunst (...kommt von ...können)....!!

  • Die Schaufelräder und Aufbauten werden noch einige Zeit dauern (vor Allem wegen meiner Noch-Inkompetenz mit der Software für die Fräse), aber den Rumpf habe ich schon weitergebracht.

    Den Boden im Mittelschiff habe ich nochmal neu samt Löchern gelasert, um später Bleischrot in den "Doppelboden" einzufüllen. Einige Spanten haben sich beim ersten Zusammenstecken auch als Denkfehler entpuppt. Kein Problem, der Ofen ist dankbarer Abnehmer für solche Fehlteile ;)IMG_4399.jpg

  • Ja ist nicht zu vernachlässigen.

    Aber das Birkesperrholz ist wasserfest verleimte Qualität, kann wochenlang draußen im Regen liegen ohne sich zu verziehen.

    Trotzdem werde ich die Kammern mit Lack „Fluten“, quasi hohlraumversiegeln. Wegen der Balsa-Anteile.

    Löcher sind dazu vorbereitet.

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