Meine Eigenbau Bergegabel

  • Eigenbau-Bergegabel


    Wir hatten beim letzten Schaufahren den Fall, dass ein größeres Schiff manövrierunfähig auf einem großen See trieb und durch den Wind nur sehr langsam in Richtung Ufer gedrückt wurde.


    Ich hatte schon öfter von der Erfindung der Bergegabel gelesen und diese auch tatsächlich schon live gesehen.


    Bisher hatte ich immer eine Angel oder ein entsprechendes Bergeboot dabei, um meine Havaristen zu retten.


    Jetzt kam mir doch der Gedanke eine eigene Bergegabel für unsere Vereinstreffen zu konstruieren.


    Die Lösung mit dem Alurahmen war mir zu teuer und mit zu viel Aufwand verbunden. Die Styrodur-Lösung gefiel mir ebenfalls nicht so gut, da diese doch etwas anfälliger für Schäden ist.


    Daher entschied ich mich für eine Konstruktion aus 40mm HT-Rohren.


    Der Vorteil dieser liegt darin, dass man diese Form der Bergegabel auch selbst motorisieren könnte.


    Diese sind in einer "H-Form" zusammengesteckt, mit Dachrinnenkleber verklebt und zusätzlich verschraubt worden.


    Als zusätzliche Auftriebskörper habe ich auf die Längsrohre Isolierung für Heizungsrohre aufgeschoben. Die Auftriebskraft ist laut hauseigenem Badewannentest wirklich super.


    Ich werde in den kommenden Tagen, sofern das Wetter mitspielt, einige Tests durchführen zum Verhalten im Wasser allgemein und beim Bergen.


    Somit kann ich auch sehen, wo ich noch Verbesserungen vornehmen muss.


    Wenn Interesse an einem Nachbau besteht, würde ich auch eine Stückliste erstellen. :)


    Über positive Kritik und eure Erfahrungen mit solchen Systemen wäre ich dankbar.


    Basti.

  • Du täuscht dich übrigens was den Preis für die Alu-Bergegabel angeht. Meine vereinfachte Version hat ziemlich genau 22,- an Materialkosten gehabt.

  • Hallo Sebastian,


    Dein Konzept klingt interessant. Zunächst interessieren mich die angedachten Ausmaße der Gabel, dann das Einsatzfahrzeug und letztlich die Funktion der Gabel. Wird die Gabel z. B. am Einsatzort abgesenkt?

  • Wie die Gabel im Gebrauch funktioniert kannst du dir hier als On Board Video ansehen :

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  • Also zu den Ausmaßen habe ich eine Bergelänge von ca. 55cm und eine Breite von ca. 45cm. Das ist auf beiden Seiten so, um breitere Havaristen, oder breitere Bergeschiffe nutzen zu können.


    Abgesenkt wird sie nicht, denn die Höhe reicht an sich aus, um den Havaristen gut aufzunehmen.


    Zum Thema Aluprofil habe ich bei uns im örtlichen Baumarkt nachgeschaut, wo die Preise einer Apotheke gleichen. Daher entschied ich mich für die Rohrvariante

  • Hallo,


    wie befestigt ihr die Bergegabel am Rettungsschiff?

    Die sollte man ja auch beim rückwärts fahren nicht verlieren.

    Da die Breite fest ist kann man sie meines Erachtens immer nur mit dem einen, dazugehörigen Schiff verwenden.

    Am besten wäre eine universale Lösung für verschiedene Schiffe.

    Wie macht ihr das?


    Grüße

    Gerhard

  • Bigmax also mit meiner W3 kann ich tatsächlich meine Adolph Bermpohl mit 1,20m Bergen, mit ein wenig Geschick funzt das. Ich konnte die Gabel leider noch nicht mit einem größeren Modell, als mit meiner Bermpohl testen.


    gerwi eine denkbare Lösung dafür wäre auch, dass man die Bergegabel variabel baut. Man kann ja aus diesen HT-Rohren fast alle möglichen Formen konstruieren, da dürfte es auch machbar sein, die Breite variabel zu gestalten. Ich werde die Idee mal im Hinterkopf behalten und mal etwas tüfteln, wie einfach sowas umzusetzen wäre. Zum Thema Befestigung habe ich an der mittleren Strebe die Befestigungsschrauben als Lang Version (ca. 16cm) genommen, um eine Schlaufe vom Schiff um diese beiden Schrauben zu legen. Sollte wirklich was im argen sein und etwas untergehen, rutscht die recht locker liegende Leine dann einfach über die Schrauben. So kann man die Gabel auch zurück ziehen, ohne Bedenken haben zu müssen. :)

  • wie befestigt ihr die Bergegabel am Rettungsschiff?

    Die sollte man ja auch beim rückwärts fahren nicht verlieren.

    Da die Breite fest ist kann man sie meines Erachtens immer nur mit dem einen, dazugehörigen Schiff verwenden.

    Am besten wäre eine universale Lösung für verschiedene Schiffe.

    Ich belege zwei Seile auf den Bugpollern des schiebenden Modells. Diese Seile nehmen im normalen Betrieb keine Kräfte auf. Die Schubkräfte gehen direkt vom Bug des schiebenden Modells auf die Querstange der Gabel. Nur beim aufstoppen und bei Rückwärtsfahrt nehmen die Seile Kräfte von wenigen Gramm Zugkraft auf.

    Die Bergegabel muss nicht fest am Schubmodell anliegen. Meine ist so gemacht das sie optimal zu meinem Opduwer, meiner Sleppco, meiner Smit Rotterdam, meinen beiden Robbe Neptun-Umbauten und meiner großen Ausflugsbarkasse passt. Außerdem ist das Seenotrettungsboot der 9,5m Klasse (Graupner bzw. Peba) sehr gut passend.

    eine Frage hätte ich da noch.

    Hast du mit der Gabel auch Erfahrungen bei größeren Modellen. Mein Schiff hat 164cm Länge, 28cm Breite und wiegt bei max. Ausrüstung ca. 25Kg. Geht das auch.

    Mit meiner Aluminium Bergegabel wurden schon Schiffe bis 80 kg und über 2m Länge geborgen. Ist das Schiff zu breit für die Bergegabel schiebe ich sie vom Bug her unter den Havaristen. Das klemmt sich so fest das man vorsichtig manövrieren kann. Wichtig ist eine gewisse Übermotorisierung des schiebenden Modells.

  • So heute war es dann soweit und ich hab einen ausführlichen Test mit der Bergegabel gemacht.


    Folgendes ist mir positiv aufgefallen:


    - leicht zu bewegen, da wenig Auflage wie ein Katamaran

    - Tiefgang nur 1cm

    - starker Auftrieb (ca. 15-20kg)

    - gute Stabilität auch bei Wellengang


    Was mir nicht so gefiel:


    - eine kleine Aufnahme für den Bug muss her, sonst drehen sich bei der Größe die kleineren Bergeschiffe innerhalb der Gabel immer rum, dazu werde ich noch eine Art Führung aus Schaumstoffröhren mittels Klett and an der Gabel befestigen, Update kommt.


    - quer fahren ist ka**e, das benötigt zu viel Kraft und überlastet das Bergeschiff höchstwahrscheinlich


    - bei zu hoher Geschwindigkeit neigt das mittlere Verbindungsrohr zum Unterducken, was doch einen erheblichen Bremseffekt mit sich zieht, hier werde ich die Konstruktion abändern, Update kommt.


    An sich ist das ein super Gerät, ich hätte nicht gedacht, dass das alles so gut funktioniert. :)

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