San Francisco II von Artesania Latina

  • Hallo zusammen,

    eigentlich wollte ich nach dem Bau der Buccanier von Ocre mir so etwas nicht nochmals antun. Aber man wächst auch im Alter noch an den Herausforderungen und mit Fahrmodelle bin ich eingedeckt. So entschloss ich mich, meine Buccanier nicht alleine zu lassen und habe mit den Bau der San Francisco II von Artesania Latina begonnen. Im Bewusstsein, dass ich die beneidenswerte Präzision mancher im Forum vorgestellten Modelle niemals erreichen werde.


    Entgegen der Bauanleitung wurde für die erste Beplankung nicht Cyanacrylat verwendet sondern ich habe in gewohnter Weise genagelt und mit Weißleim geklebt. Die Nägel habe ich zusammen mit einem Nagler nachbestellt. Allerdings war der Nagler sehr unpräzise und ich habe Spitzzange und Hämmerchen vorgezogen. Bei der Decksbeplankung wurden die Dübel mit Bleistift angedeutet. Nachdem alles schön gespachtelt und geschliffen war wurde für das Mahagoni Furnier mit Kontaktkleber angebracht. Immer wieder greife ich auf die ausführlichere Bauanleitung meiner Buccanier zurück.


    Viele Grüße an alle, die sich mit so etwas nicht langweilen

    Gottfried

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  • Die farbliche Gestaltung der Barkleisten und Fender ist in der Bauanleitung offen. Ich habe mich für schwarze Beize entschieden und bin damit sehr zufrieden. Die Beize lässt sich leicht verarbeiten und man kann gut nachbessern.

    Speigatten und Barkleisen werden mir einer Ziehklinge (muss extra gekauft werden) geformt. Mit etwas Übung gelingt das ganz gut.

    Vor- Achtersteven und Kiel sind hier entgegen der Bauanleitung nicht furniert sondern nußbaum lasiert.

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  • Die Reling an Vorschiffs-Galerie passt nicht mit dem Deck zusammen. Beide sind original lasergeschnitten aber vermutlich aus unterschiedlichen Modellversionen. Es ist nicht sonderlich störend und ich belasse es dabei.Screenshot 2024-01-18 112735.jpg

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    Es hat sich gezeigt, dass die Bemaßungen in der Bauanleitung eher als „Empfehlungen“ zu betrachten sind und überprüft werden müssen. Die Rahmen für die Grätings werden ebenfalls mit einer Ziehklinge geformt. IMG_4375.jpg


    Bei der Herstellung des Ruders brechen die dünnen Messingbeschläge beim Biegen in die notwendige Form an der angeritzten Knickrille. Ich musste hier etwas improvisieren und das Ruderblatt aufdoppeln um das Ruder einigermaßen ansehnlich zu gestalten. Zum Glück ist das Ruder entgegen der Bauanleitung nicht furniert sondern nur lasiert.

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  • Danke für die Bewertung.

    Ja, es ist ein Standmodell oder es soll eines werden. Aber seine Reichweite geht bis weit hinter den Horizont. Als junger von im Saft stehender Seemann kann man hier Kap Horn umsegeln oder Robinson Crusoe auf Tristan da Cunha besuchen. Man kann schauen was damals auf der Bounty passierte oder gleich mit Jim Hawkins die Schatzinsel suchen vielleicht auch mit Captain Ahab den weißen Wal jagen und Horatio Hornblower auf seinen Fahrten begleiten. Mit Captain Jack Sparrow will ich gar nicht anfangen.Keine Grenzen sind gesetzt.

    Persönlich bin ich langsam am eigenen Horizont und an den Grenzen meiner Feinmotorik und meinem Sehvermögen angelangt. Das ganze entwickelt sich hier sehr filigran.

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    Die Außentreppe entspricht genau der Bauanleitung und ist eher symbolisch gedacht. Die Abstände sind viel zu groß aber sie sieht nicht schlecht aus.

    Mal schaun wie es weitergeht

    Gruß Gottfried


  • Die Baufortschritte sind nur mäßig. Robinson Crusoe wird wohl noch etwas warten müssen. Mittlerweile ist ist der Rumpf mit Leinöl-Firnis behandelt und das Deck farblos lackiert. Die in der Bauanleitung vorgegebenen Leitern gefallen mir nicht. Screenshot 2024-01-18 112735.jpg


    .Ich habe sie durch eine Eigenkonstruktion ersetzt. In früheren Varianten der Francisco waren schon ähnliche Treppen vorgesehen. Vielleicht wäre es besser gewesen die Treppen nicht schwarz zu beizen sondern Mahagoni zu verwenden. Aber zu spät.


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    Bis bald

    Gottfried

  • An den Kanonen mussten vor dem Lackieren Griffe stumpf angeklebt werden (war wieder eine echte Herausforderung). Nach dem Einsetzen in die Lafetten wurden die Brooktaue befestigt und angepasst. Bei meinem Vorgängermodell, der Buccaneer, fehlen die Brooktaue völlig. Viele Details bei der San Francisco sind vorgesehen, trotzdem ist die Bauanleitung sehr dürftig und vor allem ist die Bemaßung oft falsch.

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  • Und noch ein Boot. Die Schaluppe ist sehr aufwändig gestaltet. Die Reling ist mit mit einem geätzten Messingprofil abgedeckt. Wenn im Profil die Löcher für die Stehbolzen der Ruderbefestigung gleich mit vorgesehen wären, wäre das stumpfe Aufkleben erheblich vereinfacht. Die geätzte Aufdopplung ist auch nicht sonderlich hilfreich. Aber hinterher ist man immer schlauer.

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    Die Griffe der Drehbassen müssen einzeln verklebt werden. In der Bauanleitung sind diese Teile komplett vergossen.

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    Die Püttings sind wegen der Anordnung der Stückpforten kühn verlegt. Der mitgelieferte Messingdraht zum Verbinden der Blöcke mit den Püttings war viel zu steif und ist beim Biegen gebrochen. Mit Messing Schmuckdraht hat es funktioniert.


    Ab jetzt geht es steil nch oben!

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    Gruß Gottfried

    Kaum macht man's richtig, schon funktioniert's.

    Modellbau und Illusion sind zwei Seiten einer Medaille

    Edited once, last by ltsaw ().

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