Rost ( Eisenoxid ) in E-Autos ?

  • Moin liebe Kollegen,

    .. oder warum zwei deutsche Unternehmen hochwertiges Eisenoxidpulver z.B. in E-Autos für so wichtig halten:


    Zitat:

    "Mit innovativen Eisenoxiden wollen LANXESS und IBU-tec die elektrochemischen Eigenschaften, wie z. B. die Energiedichte der LFP-Batterien sowie die Ladegeschwindigkeit und die Zahl der Ladezyklen optimieren."

    Quelle


    Nachdem nun der chinesische Autobauer und Batteriehersteller BYD im letzten Quartal erstmals mehr E-Fahrzeuge als der bisherige Weltmarktführer Tesla verkauft hat, scheinen nun auch andere E-Autobauer vermehrt auf die sicheren und langlebigen LFP ( Lithium-Eisen-Phosphat ) Batterien zu setzen.


    Meine Meinung:

    Wenn LiFePo Akkus in E-Autos gut und sicher sind, kann man diese mit ruhigem Gewissen auch in Modellen einsetzen.

    Und diese LFP Akkus kommen ohne das fragwürdige Kobaltoxid wie z.B. in den LiPo-Akkus aus.


    Mehr Infos gibt es z.B. beim Vergleich von Li-Akkus.

  • Ich weiß ganz genau, warum ich beim Lieferanten der Akkus (10 kWh) für meine PV-Anlage explizit nachgefragt habe, welcher Typ verbaut ist. Auf dem Karton stand tatsächlich LiIon, aber das Datenblatt hat die Wahrheit ans Licht gebracht, es sind LiFePo. Und das ist auch gut so und beschert uns aktuell (seit 05.05.23) eine Unabhängigkeit von 66,9%

  • Moin Wolfgang,

    lieben Dank für deinen Beitrag. :thumbup:

    Genau so ist es auch bei meinem Bruder, der sich letztes Jahr eine PV-Anlage auf's Dach geschraubt hat.

  • Hi,

    aber auch LFP-Akku Zellen sind nicht 100%ig sicher. Diese können ebenso "hochgehen", nur dass in dem Falle des Durchgehens der Akku-Zelle lediglich ca. 400°C erreicht werden sollen. Auch hier sollte man daher auf qualitativ hochwertige Zellen achten mit den Lade- und Entladeströmen aufpassen und die zulässigen Temperaturbereiche des Herstellers bei der Nutzung beachten.

    Beim Heimspeicher kommt ja deshalb auch nicht ohne Grund ein entsprechendes BMS-Systeme zum Einsatz, wo die einzelnen Zellen ständig überwacht werden.

    Und so einen PV-Heimspeicher aus Einzelzellen und dem ganzen drumherum selbst aufzubauen macht aber auch Spaß, wobei diese Zellen dann meist doch etwas zu groß für die üblichen Modellboote ist.


    VG

    Eckart

  • Ach Leute,

    das Angebot an Akkus ist mittlerweile echt unübersichtlich geworden. :(

    Früher hatte man die Wahl zwischen Blei und NiCad. Fürs Fliegen hab ich immer Blei bevorzugt. ( um den Glühzünder zu starten :bhi: )

    Meiner Meinung nach sind LiPos im Flieger die erste Wahl. Im Böötchen kommts aber auf ein paar Gramm nicht an. Da sind LiFePo absolut in ordnung.

    LG

    Guido


  • An Rennboote hab ich in #6 gar nicht gedacht. Danke für die Ergänzung!

    Gebrannt hat bei uns aufm Flugfeld auch noch keiner. Auch nicht nach einem "tiefen Überflug unter Null" , als sich der Flieger in seine Bestandteile aufgelöst hatte, und Balsaschnipsel, RC-Komponenten und ein 3S-LiPo sich auf dem Rasen verteilt haben.

  • Solche Tiefflüge sind immer geil😃


    Jap, da hatten wir auch oft Spaß dran. :sso:

    Doof nur, wens der eigene Flieger war. Bei meiner Curare40 damals hätte ich fast geheult wien kleines Kind. :s:

    Moin liebe Kollegen,

    eure Erinnerungen mit irgendwelchen ( geistigen ) LiPo-Tieffliegern mögen ja für einige ganz amüsant sein, aber was hat das mit diesem Thema zu tun ?

    Der Logik halber schlage ich vor, ihr eröffnet dafür ein eigenes Thema. :yes3:


    Hier soll es in erster Linie um den Einsatz und die Vorzüge von LiFe Akkus im Allgemeinen und für den Modellbau im Besonderen gehen.


    Wie z.B. das LiFe-Akkus aufgrund ihrer höheren Eigensicherheit zwar etwas teurer in der Anschaffung sind, dafür aber 3 - 4 x höhere Lebenszyklen haben und in den Modellen auch zum Laden verbleiben können. Im Endeffekt also die preiswertere und sichere Alternative sind, wenn das Gewicht nur die zweite Rolle spielt. :nick:


    Vielen Dank für euer Verständnis. <3


    p.s.

    Nachtrag: Korrekterweise müsste an Stelle von LiPo Akkus die Bezeichnung LiCO-Akkus für Lithium-Cobalt-Oxid Akkus gewählt werden, Wenn man die Akkus nach ihren Inhaltsstoffen klassifiziert. in Analogie zu den LiFePo oder Blei Akkus.


    Und die Bezeichnung Lithium Ionen Akkus trifft genau genommen auf alle LiXx-Akkus zu, legt man das physikalische Prinzip zu Grunde.


    Die Bezeichnung LiPo-Akku bezieht sich dagegen auf das Material des Separators: Eine Polymer Membrane. Weitere Separatoren wären noch keramische Separatoren und Separatoren aus Glasfaserfließstoffen.

  • Hallo Jörg!

    Ich schätze deine Fachkompetenz und deine Hilfsfbereitschaft hier im Forum wirklich sehr. :d:

    Aber nach der X-ten Diskussion für und wider LiPo lässt das Interesse halt allgemein nach.

    Natürlich hast du recht, daß unsere Fliegererinnerungen an alte Zeiten hier nicht hin gehören.

    Ich bitte um entschuldigung.


    PS: Meine Curare war rein Methanol und Nitro befeuert. :thumbup:

  • Bei der Skipjack Klasse (link in meiner Pinnwand) habe ich 6Ah LiFePo4 zellen eingebaut. Davon 5 Stück um eine höhere Spannung zu erreichen. Der Antriebsmotor hat c.a. 150 Umdrehungen /Volt weniger als die Motore, die normalerweise verbaut werden. Mit der höheren Spannung und em lansameren Motor komme ich auf änliche Wellenleistungen bei c.a. gleicher Derhzahl am Prop. Aber der Strohm ist deutlich geringer ( weil mehr Spannung).


    Diese Zellen sind in der Skipjack und in dem Guppy. Also alles was nicht so viel Strom zieht:

    IMG_3855.png

    Diese Zellen verbaue ich wenn viel Strom benötigt wird. 120A sollten für die meisten Modell reichen... Ich glaube das steht auch nicht in den Datenblättern der LiPo tüten drin.

    Mit drei Zellen kann man ein Auto problemlos überbrücken. Da werden die noch nicht mal warm.

    Sind jeweils 4 Stück im Beluga und in dem Schweinswal verbaut :


    Bildschirmfoto 2024-02-10 um 21.10.27.png

  • :thumbup:

    Moin Guido,

    genau meine Meinung. Viel besser hätte ich es auch nicht formulieren können:


    Mit der höheren Spannung und einem langsameren Motor komme ich auf ähnliche Wellenleistungen bei ca. gleicher Drehzahl am Prop. Aber der Strom ist deutlich geringer.

  • Alter Grundsatz aus den Anfängen der Elektrofliegerei: Spannung hoch, Strom runter.

    Denn nicht die Spannung killt den Motor, sondern der Strom!

    ( bei den Blechbüchsen damals musste man natürlich immer die max Drehzahl im Hinterkopf behalten)

    Ist also alles keine neuzeitliche Erkentniss ||

  • Ach und noch was

    Rennboote und Flieger sind auch Modellbau

    Autos auch und da nutzt keiner LiFePo

    Ahoi Heiko,

    .. vielleicht ist dir noch kein Modellbauer mit LiFe Akkus in seinen Fahrzeugen begegnet ?

    Meinereiner fährt schon seit Jahren einen 2s LiFe in einem F150 Bronco und in einem SC Truck


    Und dann gibt es Hermann alias Blackbird. Dieser setzt sogar 3s LiFes in seinem Truck ein. :yes3:


    Denn nicht die Spannung killt den Motor, sondern der Strom!

    Guido, genau dies gilt aber auch für Akkus. Besonders dann, wenn man preiswerte Akkus mit eher kleiner C-Rate bei kleiner bis mittlerer Leistung einsetzt.

    Wenn man mit seinem E-Auto nicht gerade Rennen gewinnen will, kann man an Stelle der 2s LiCO's ( = LiPos ) genau so gut auch 2 oder 3s LIFes einsetzen. Die geänderte Spannungslage des bisherigen Standards von 7,2 bzw. 7,4 V auf 6,4 oder 9,6 V LiFe lässt sich leicht durch die Wahl anderer Motoren oder Getriebeübesetzungen ausgleichen. Damit entfiele dann der umständliche Akkuwechsel im Modell. :nick:

    Und die von Guido verwendeten Einzelzellen bieten darüber hinaus noch die Möglichkeit einer besseren Gewichtsverteilung im Modell.

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    Jörg, es gibt nicht nur Trucks und Crawler

    Es gibt auch Rennserien in unterschiedlichen Maßstäben.

    Lass es doch einfach mal sein alles in Deine Richtung biegen zu wollen

    Und es gibt, zugegeben sehr spezielle Klassen im Modellbau, da fallen die LiFePo nicht nur wegen Gewicht raus, sondern wegen der Strombelastbarkeit

    600A sind eine Ansage

    Heiko

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