Elektrik Seitenradschlepper Strongbow

  • Hallo, wie bekannt baue ich den Seitenradschlepper Strongbow im Maßstab 1:40. Als Antrieb habe ich zwei Krick Getriebemotoren 1:50 und ein Zahnriementrieb 1:2,5 eingebaut. Nun meine Frage : Als Stromquelle benutze ich zwei baugleiche NiMh-Akkus 12 Volt / 4,5 A. Nachdem ich beide vollgeladen habe zeigt das Voltmeter bei dem einen 13,3 Volt und bei dem anderen 13,8 Volt an. Macht es Sinn die beiden Akkus paralell zu schalten und daraus die beiden Motoren über zwei Steller und einem Kettenmischer zu versorgen ? Somit wird jeder der zwei Antriebsmotoren mit der gleichen Spannung versorgt. Danke ! Gruß Erich :d:

  • Macht es Sinn die beiden Akkus paralell zu schalten

    Hallo Erich.


    NEIN.


    Es deutet entweder auf unterschiedliche Innenwiderstände oder auf unterschiedliche Ladungen hin. Die Spannungsdifferenz (%) ist zu hoch. In Parallelschaltung würde der Stärkere an den Schwächeren Ladung abgeben.


    Beide wie vorgesehen entladen, warten die Entladungsstände Prüfen, ggf. weiter entladen, dann neu laden und messen. Bestehen weiterhin Unterschiede separat benutzen. Z. B. einen nach dem anderen durch automatische Umschaltung.

  • Hallo Wolf, danke für deine Antwort. Was ich nicht verstehe ist, da es sich nur um ca. 4% Spannungsdifferenz zwischen den Akkus handelt das man die Akkus nicht paralell schalten kann. In den einzelnen Zellen des Akkus besteht doch auch ein bestimmter Spannungsunterschied, sprich Toleranz . Wenn der Stärkere an den Schwächeren Ladung abgibt ist der Strom doch nicht verloren, da dieser ja nicht in Wärme ungewandelt wird, sondern im Akkuverbund verbleibt. Ich bin keine Elektroexperte deshalb meine Frage. Was mich wundert ist, das sich nicht mehr Elektroexperten aus dem Forum auf meine Frage geantwortet haben. Ich werde jedem Antrieb seinen eigenen Akku zuordnen, da sich beim messen der Räderdrehzahl nur ein Unterschied von 128 zu 130 U/min bei vollgeladenen Akkus und ohne Belastung ergeben hat. Damit bin ich sehr zufrieden ! Danke und Gruß aus Unterfranken - Erich

  • Hallo Erich,


    bitte noch einmal vergewissern.


    Die Frage war: „Macht es Sinn die beiden Akkus paralell zu schalten …“?

    Die Antwort ist: NEIN


    Hier geht es also um die Sinnhaftigkeit, zwei, in der Spannung unterschiedliche, Akku parallel zu schalten. Weshalb es keinen Sinn macht habe ich versucht darzustellen. Daß es möglich ist habe ich absichtlich außen vor gelassen.


    Hast Du jemals ein Auto fremdgestartet (patched)? Auch dabei werden zwei gleiche Akku mit unterschiedlichen Spannungen parallelgeschaltet.


    Wenn dabei das letzte Kabel angeschlossen wird sprühen Funken!


    Weshalb, habe ich glaube ich vorstehend begründet.


    Quintessenz: - möglich, JA; - empfehlenswert: NEIN



    Meinen Gruß nach Unterfranken, Wolf


    P.S.: Es ist also ein Trugschluß, daß dabei keine Wärme entsteht.


    Was mich wundert ist, das sich nicht mehr Elektroexperten aus dem Forum auf meine Frage geantwortet haben.

    Sind Elektronikexperten = Fachleute ?

  • Eine weitere Möglichkeit wäre eine sog. Akkuweiche. Diese werden u.a. In Flieger eingesetzt und schalten bei Unterschreiten einer gewissen Spannung vom primären auf den sekundären Akku um. Somit könnten beide Akkus zum Zug kommen, jedoch sequentiell.


    Eine Parallelschaltung ist bei PB Akkus meines Erachtens nicht so kritisch da diese doch eine sehr hohen Innenwiderstand haben.

    Das sagt einer der ein paar Semester Elektrotechnik genossen hat aber wenig von Akkus versteht.

  • Hallo Mathias, danke für deine Antwort. ich mache es so wie unter #3 beschrieben. da bin ich auf der sicheren Seite ohne viel Kabelsalat. Und wie geschrieben bin ich mit dem geringen Unterschied der Räderumdehung sehr zufrieden. Die Getriebemotoren von Krick sind mit einer gringen Toleranz gefertigt, oder ich habe durch Zufall zwei gleiche erhalten. Gruß Erich :d:

  • Und wie geschrieben bin ich mit dem geringen Unterschied der Räderumdehung sehr zufrieden.

    Die auch weniger mit den Akkus, als vielmehr mit der Vorzugslaufrichtung der jeweiligen Motorenbauart zu tun hat. Ein Motor mit sogenannten "Hammerkohlen" (günstigste Mabuchi/Johnson Bauart) hat immer eine Vorzugsdrehrichtung und bei hohen Drehzahlen den Nachteil, dass solche Kohlen ("verkehrt herum betrieben") zum springen neigen. Motoren mit Schachtkohlen haben das Problem nicht. Vorausgesetzt ist natürlich ein "Null Grad Timing".


    Kleiner Tipp, sollte man grundsätzlich machen: Den vorgesehenen Motor in der für das Modell richtigen Drehrichtung einige Zeit OHNE Last und mit geringer Spannung laufen lassen. Das darf durchaus schonmal durchgehend eine Stunde an 2,4V NiMH oder 2V Blei sein, oder notfalls 3,7V LiPo. Hierbei passen sich die Kohlen dem Kollektor an und laufen optimal in der vorher festgelegten Richtung.

  • Ergänzung als Erklärung zur Bauart der Kohlen:


    Hammerkohlen sind an federnden Blechzungen befestigt, welche die Kohlen auf den Kollektor des Ankers drücken. Damit die Kohlen möglichst sauber und schwingungsarm über den Kollektor und dessen Nuten gleiten können, sollte sich der Anker immer "ziehend" von den Blechen weg drehen. Das ist die mechanische Vorzugsdrehrichtung. Natürlich kann man das nicht immer realisieren, deshalb entweder Motoren mit Schachtkohlen verwenden, bei dieser Bauart gibt es das Problem nicht, oder aber die Motorenkohlen in der bevorzugten Drehrichtung "einlaufen" lassen. Übrigens macht es auch Sinn, Motoren mit Schachtkohlen einlaufen zu lassen. Haltbarkeit und weniger Funkenflug ist das Ergebnis.

  • Hallo Hermann, ich lasse die Getriebemotoren au jeden Fall einlaufen. Habe noch einen 3,6 Volt Akku zur Verfügung. Du hattest letztens einen guten Bericht über das Everglue-Produkt ins Forum gestellt. Meine Frage : Hast du auch die Sekundenkleber ausprobiert, die sind ja sehr preisgünstig ? Danke ! Gruß Erich

  • Hallo, ja, ich habe die Sekundenkleber ausprobiert und sie halten was versprochen wird. Tatsächlich werden die Everglue Klebstoffe in D gefertigt und eben nicht in China, wie man aufgrund des Preises zunächst denken mag.


    Was man, wie bei allen (Sekunden) Klebstoffen, bedenken sollte ist immer der Einsatzzweck. Es gibt Sekundenkleber mit und ohne Lösemittel, ebenso solche die elastisch bleiben. Oder auch solche die wasserfest sind (ein Widerspruch zunächst, denn Sekundenkleber härten durch Luftfeuchtigkeit aus und können zum Teil auch ebenso aufgelöst werden). Wenn ich Kunststoffe miteinander oder mit anderen Materialien verkleben will, wähle ich immer lösemittelhaltigen Kleber, idealerweise wasserfest. Einzige Ausnahme sind "Verglasungen" und empfindliche Oberflächen.

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!