Deckgestaltung

  • Hallo,


    Hätte da mal eine Frage zur Herstellung der Rauhigkeit eines Decks.

    Bin gerade am Bau eines Schnellbootes. Nun weiß ich aber nicht ob ich die Rauhigkeit mit verdünnten Weissleim und Sand und dann lackieren soll.

    Oder das Deck mit Schleifpapier bekleben und dann lackieren soll.


    lg

    Helli

  • Moin, Helmut. Die Entscheidung musst du alleine treffen. Nur, wenn du dich für Sand entscheiden solltest, hole dir Vogelsand, der ist wesentlich feiner. Vll gibt es da auch verschiedene Körnungsgrade. Schleifpapier kannst du auch nehmen, allerdings hast du dann die Stöße von ansetzen. Ich würde beim Sand auch kein Weißleim nehmen. Einfach schon in der endgültigen Farbe vom Deck lackiert etwas abziehen lassen und da den Sand eingestreut, vll etwas auf die Handfläche geben und pusten, vll auch mit der airbrush ohne Farbe den Sand aufgeblasen.

  • Hallo Helmut,

    der Manfred hat recht, nimm Sand und streue ihn in den noch frischen Lack; aber nimm keinen Vogelsand, da sind immer Beimengungen von Aktivkohle und Anis drin. Das sind dann gröbere Brocken. Besser ist sog. Chinchillasand. Der ist sehr fein und ohne Verunreinigungen.

    Gruß, Manfred

  • Hallo,


    Verstehe ich das richtig?

    Deck lackieren und in die nasse Farbe den eingefärbten Sand aufstreuen. Sonst kein Kleber .

    Oder Deck lackieren und in die nasse Farbe normalen (also nicht eingefärbt) Sand streuen und nach Trocknung nochmals lackieren.


    lg

    Helli

  • Moin Helmut!


    Ich kenne das Verfahren vom Zusehen früher bei uns im Schiffsmodellbau-Club.


    Ein Clubfreund hat mal mit Hilfe eines Kaffeesiebs und sanftem Rütteln Vogelsand über frisch aufgetragene Farbe

    „gesiebt“.


    Das sah gut und gleichmäßig aus.


    Wahrscheinlich liegt das Geheimnis im Verhältnis der Maschenweite des Siebs und des Maßstabs.


    Vielleicht ist das Verfahren auch einen Versuch wert.


    LG! Stefan

  • Hallo Helmut,


    grad noch : Unbedingt die Probestücke entsprechend klein gestalten, damit Du sie im Nachgang auch mal aufs Deck legen kannst um die Optik zu prüfen.

    Die Variante mit dem Sand ziehe ich immer vor - ich siebe meinen Tier- oder Schweißsand entsprechend vorher auch mit unterschiedlichen Sieben mal durch....um Verunreinigungen zu minimieren - dann die Probe und dann wie beschrieben in den noch relativ feuchten Lackauftrag einbringen. Dabei darauf achten, dass Du schön gleichmäßig streust - das Gefühl dafür bekommt man aber auch ziemlich schnell - auch wichtig, die Fläche einigermaßen schräg stellen - damit überschüssiges nach unten entweder auf noch freien Lack "weiterrutschen" kann - oder dann schlichtweg vom Modell weg fällt.

    Ebenfalls gut beim Sand / Lack: Falls die Oberfläche nach dem Antrocknen doch zu rauh ist - nochmals mit dem Lack - ggfs. auch mehrmals drübergehen - klar - auch hier "Seenbildung vermeiden und: hierzu die Fläche wieder waagrecht stellen......


    Ich habe einmal die Schleifpapier Methode angewandt.....gab sogar einen Baubericht beim VTH - das fiktive Wachboot "Ewok" - das Ende vom Lied war schlichtweg - dass ich x fach die Flächen zurückmontiert und neuverklebt / ersetzt habe weil ich - an was es genau lag konnte mir auch keiner sagen - trotz einlackieren und Schutzlackieren sich das Papier immer mal wieder wellte - auf dem Holzdeck - und nein...ich habe das Holzdeck von oben und unten gegen Feuchte gesperrt ;-)))) und auch das Papier


    Dir einfach ein gutes Gelingen !


    Grüße vom Lechfeld,

    Uli aka racecard

  • Auch ich mische mich da mal mit ein, da ich in der Schiffsreparatur und in der Farbenbranche arbeite, denke ich, dass ich auch einen kleinen Beitrag dazu leisten kann.
    Ich gebe meinen Vorrednern absolut Recht mit der Lack / Sand Methode.
    Feinen Sand in den frischen Lack einstreuen, trocknen lassen und das überschüssige Material abfegen oder absaugen.
    Das Ganze dann noch einmal mit dem gleichen Lack versiegeln. Gibt eine schönere Oberfläch.
    Keinen Vogelsand nehmen; da sind, wie schon geschrieben, zu viele Fremdstoffe drin.
    Vielleicht mal im Baustoffhandel fragen, ob die einen kaputten Sack Quarzsand haben und ob du davon ein Wasserglas voll von bekommen kannst.
    Der ist meisten auch sehr fein und eignet sich Ideal für Einstreu.
    Auf jeden Fall viel Spaß beim ausprobieren.

    • Official Post

    Stimmt, im Baustoffhandel gibt es Quarzsand. Der ist sehr fein, gleichmäßig in der Körnung und auch trocken. Zwar nur 20 kg, Aber die kosten auch unter 10€.

    Heiko

    PS auch mal im Dekobedarf schauen

    Da gibt es auch feinen Sand

  • Hallo ihr lieben, darf ich auch meinen Senf dazugeben?

    Geh doch mal zum TEDI, da gibt es weißen Dekosand, 700g für 1,00€

    Viele Grüße Norbert

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!